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Dynamische-Seelen-Aufstellung®

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Einzel- und Paar-Arbeit nach Vereinbarung


29.1.2017

Vortrag in Zürich

Die Seele aus der Sicht der Ethnomedizin

-Info siehe-


Termine 2017


Coaching-Ausbildung

in der Schweiz:

Modul 1

12.-15.10.2017 +

18.-21.1.2018


Modul 2

März + Mai 2018



Dynamische-Seelen-Aufstellung®

Copyright und alle Rechte bei Christian Vogel. Impressum.

Mythos Seele


Die Seele ist ein Mythos.

Es gibt unzählige Anschauungen und auch Negierungen.

Was ist die Seele? Darüber streiten sich Menschen, Religionen und Kulturen. An diesem Streit beteiligen wir uns nicht und missionieren nicht. Es geht hier nicht um ein Gottesbild, sondern um ein Menschenbild.


In der Erforschung des menschlichen Werdens und Seins stößt man zum Beispiel auf Zwillinge, die die selbe Erziehung bekamen, äußerlich sehr ähnlich sind – und dennoch unterschiedliche Persönlichkeiten entwickeln. Was macht diesen Unterschied aus? Die Gene sind gleich, die Eltern, die Kindheit, die Zeit, in der sie aufwachsen, Gesellschaft und Kultur… Was macht sie dennoch einzigartig?

Und das, was sie einzigartig macht, bezeichnen wir hier als „Seele“.


Das Menschsein


Und noch etwas galt und gilt es zu erforschen: Das Menschsein. Was bedeutet es eigentlich? In der Vielfalt der Interpretationen des Wesens des Menschen (und des Bildes von Frau und Mann…) auf der Erde kommt man nicht umhin zu bemerken, das diese Spezies ein artbezogenes Identitätsproblem hat.


Auch damit sind wir wohl einzigartig im Vergleich zu anderen Lebensformen der Natur. Denn alle anderen verhalten sich artgerecht – nur wir Menschen nicht – und auch nicht gegenüber unseren Mitgeschöpfen.

Was bedeutet also Menschsein jenseits von Religion, Gesellschaft und Kultur?

Native Perspektiven


Um dies zu erkennen war also Forschung nötig – bei den nativen Menschen, die die eigentliche Menschwerdung im Laufe des Lebens seit Jahrhunderten begleiten. Hier vermutete ich die Antworten für das eigene Menschsein, aber auch für die Prozesse im Laufe des Lebens, wie die des Erwachsenwerdens, die Frage der Berufung, des Alterns… – des Lebens von der Geburt bis zum Tod.


In keinen menschlichen Kulturen habe ich derart viele authentische Menschen getroffen wie bei den Urvölkern. Sie gaben nicht vor, jemand zu sein: Sie waren es. Und das, was man da traf, war nicht immer kompatibel mit den Vorstellungen der (eigenen) Kultur und auch nicht passend zur dem, was ich von einem „heiligen Mann“ – einem Medizinmann – erwartete. Und doch waren es diese Menschen, die mich das eigene Menschsein erfahren ließen. Ihre Mittel waren Rituale (wie die Schwitzhütte oder die Visionssuche) und Jahrtausende alte Mythologie.

Eine dieser Mythen beschreibt die Seele und das Leben. Sie sei hier erzählt.


Mythos Seele: Das Leben und die Seele


Die Seele Nagila war an dem Ort, wo alle Seelen sind. Sie ist weise, ewig und unverletzlich. Dort war sie pure Existenz und verbunden mit allem. Da hörte sie einen Ruf, ein Lied. Und sie kannte diese Stimme – es war Niya – das Leben, was da sang:

Visionssuche

„Ich rufe dich, Seele. Ich sende meine Stimme. Höre meinen Ruf. Wir sind verwandte Wesen. Ich rufe dich, Liebste. Ich rufe dich erneut. Komm mit mir in den Tanz. Es ist der Wunsch von Wakan Tanka1). Höre meinen Ruf“.


1) Wakan Tanka = Das heilige Geheimnis - Gott


Nagila erkannte ihn wieder. Schon oft waren sie gemeinsam gegangen. Niya sang so schön und kraftvoll. Und seine Stimme war voll Liebe und Sehnsucht. Und auch Nagila war in Liebe zu Niya. Er war der Liebste, hatte sie nie verlassen oder betrogen. Sie war durch ihn und er war durch sie…


Und wieder ertönte das Lied: „Nagila, hoye wayinkte…“ – „Seele, ich sende meine Stimme…“


Niya reichte Nagila seine Hand, und sie ergriff sie. Es war Zeit die Reise erneut zu beginnen, ihre Liebe erneut zu leben. Und so verbanden sich die Seele und das Leben und begaben sich zur Erde. Sie fanden ein Menschenpaar, deren Herzen und Körper sich liebten. Als sie fühlten, dass die Menschenfrau eine Leibesfrucht in sich trug, wählten sie diese als ihren Wohnort.


Auch Nagila und Niya liebten sich und auch sie waren fruchtbar. Sie zeugten viele Kinder. Sie nannten sie Körper und Herz, die Freude und die Traurigkeit, den Mut und die Angst, die Phantasie und die Hoffnung, die Liebe und die Wut, die Sinne Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken, den Willen und den inneren Heiler, das Urvertrauen…


Auch nach der Geburt ging das Liebesspiel von Niya und Nagila weiter. Sie zeugten die Sprache und den Verstand, die Erinnerung und das Denken, Männlichkeit und Weiblichkeit…

Mythos Seele Wege zum Menschsein

Mythen sind als Analogie (Gleichnis) zu verstehen. Diese hier beschreibt die untrennbare Liebe von Seele und Leben. Das Leben ermöglicht der Seele, sich auszudrücken. Und die Seele gibt dem Leben eine Existenz.


Im Sinne dieser Mythe entsprechen die Kinder von Niya und Nagila den Potentialen der Seele, mit ihren Fähigkeiten im Leben in den Ausdruck zu gehen. Hiermit arbeiten wir in der dynamischen-Seelen-Aufstellung.

Schwitzhütte

Die Schwitzhütte:


Ort der Mythen

Die Erforschung des Menschseins


Auf Visionssuche